Stadtteilzentrum Rodgau

Rodgau, Alemania
Visualización © osterwold.schmidt

Auszug aus der Jurybeurteilung:
Der Neubau des Stadtteilzentrums Rodgau Nieder-Roden ist als L-förmiger, klar gegliederter Baukörper mit maximal 4 Obergeschossen auf dem Baufeld
konsequent platziert.
Der längliche, 4-geschossige Hauptbaukörper ist in Ost-West-Richtung ausgerichtet und staffelt sich zum Puiseuxplatz durch eine vorgelagerte, eingefasste Dachterrasse ab. Der zweigeschossige Nebenbaukörper nutzt das freie Baufeld im Norden und nimmt so Bezug auf die umgebende Bebauung. Ein vorgelagerter Tiefh of im Norden bringt Licht in das Untergeschoss und schafft ein Angebot für Veranstaltungen und Aufenthalt.
Im Erdgeschoss öffnen sich die zurückgesetzten, verglasten Nutzungsbereiche großzügig zum Puiseuxplatz und zu den angrenzenden Freiräumen und bilden damit eine einladende Geste.
Die Erschließung des Erdgeschosses erfolgt über den Puiseauxplatz sowie über die beiden Zugänge an den Längsseiten, die ins zentrale Foyer führen. Die zentral angeordnete, breite Wendeltreppe erschließt das gesamte Gebäude in der Vertikalen.
Im Erdgeschoss sind die geforderten Nutzungen mit Bezug zur Öffentlichkeit angeordnet.
Die Nutzung des an prominenter Stelle in einer Gebäudeecke zum Platz hin liegenden Jugendraums wird als kritisch bewertet.

In den Obergeschossen entwickeln sich die Nutzungen um den zentralen Foyerbereich um die Wendeltreppe, wobei die Größe der jeweiligen Foyerflächen
kritisch gesehen wird.
Die Bibliothek erstreckt sich auf 3 Geschosse und ist durch eine interne Wendeltreppe erschlossen, was aus Betreibersicht hinterfragt wird.
Das Untergeschoss beinhaltet Räume für die Nutzergruppen und den großen Kursraum, welche über den Lichthof mit Tageslicht versorgt werden.
Der Entwurf in Holz-Hybrid-Bauweise basiert auf einem 5 x 5 m-Raster, welches vielfältige und flexible Raumteilungen ermöglicht.
Funktionale Unstimmigkeiten, wie z.B. der hohe Anteil an Erschließungsflächen und funktionale Zuordnung von Nutzungen, könnten in diesem Raster noch
nachjustiert werden.
Das Raumprogramm wurde überwiegend eingehalten. Die Ausbildung und die Anordnung der Rettungswege sind nicht schlüssig bearbeitet. Die gewählte Holzkonstruktion bildet sich in der Fassadengestaltung durch einen durchgängigen Gliederungsrhythmus sichtbar ab und strukturiert den Baukörper sinnvoll in horizontale Ebenen. Die helllasierten Holzoberflächen lassen vermuten, dass der
Alterungsprozess das Gebäude durch die Vergrauung unregelmäßig verändert.
Hinsichtlich der Treibhausemissionen liegt der Entwurf im Durchschnitt der Teilnehmer.
In der Summe ein wertvoller Beitrag für die Aufgabenstellung und bereichernd für die Diskussion im Preisgericht.

Año
2025
Project Status
Diseño

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