ÖJAB Pflegewohnhaus Salzburg
Die ÖJAB- SeniorInnenwohnanlage in Salzburg Aigen ist in die Jahre gekommen, eine Generalsanierung ist erforderlich.
Die Nachbarliegenschaft steht im Baurecht zur Verfügung und bietet die zusätzlich erforderliche Erweiterungsmöglichkeit für einen Neubau.
Das neue Gebäude fügt sich als kompakter Baukörper in den Freiraum. Der geschützte Landschaftsteil im Osten und das südlich angrenzende Grünland bleiben vom Bestandsgebäude wie auch vom Innenhof aus sichtbar und erlebbar.
Die Kantenlängen des Gebäudes greifen die Maßstäblichkeit der Umgebung auf. Die mehrfach gefaltete Dachform differenziert den Baukörper zusätzlich.
In seiner Typologie ordnet er die Wohneinheiten sowie die Gemeinschafts- und Funktionsflächen um ein begrüntes Atrium an. Dieses kann umwandert werden und stellt somit ein Bewegungsangebot für die BewohnerInnen auch im Inneren des Gebäudes dar.
Der gemeinschaftliche Aufenthaltsbereich jeder Wohngruppe orientiert sich zum zentralen Hof, wo das dortige Geschehen beobachtet und miterlebt werden kann.
Im obersten Geschoss wird durch die Ausführung der gefalteten Dachlandschaft als Warmdach eine Überhöhung der Räume möglich und das Dach wird auch von Innen für die BewohnerInnen erlebbar.
Der Baukörper wird als Massivbau und einer verputzten Fassade ausgeführt. Die Farbstruktur ist geschoßweise in natürlichen Farbtönen abgestuft, sodass in der Parkebene der hellste Farbton angesetzt ist, im 4. Obergeschoss die dunkelste Schattierung zum Tragen kommt.
Die Loggien sind mit einer Holzverkleidung versehen um die Aufenthaltsqualität in diesen Bereichen zu stärken. Der Baukörper bettet sich damit harmonisch und ruhig in den umgebenden, gewachsenen Hintergrund mit dem imposanten Baumbestand ein.
Die gesetzlichen Pflichtstellplätze im Ausmaß von 6 Stellplätzen werden oberirdisch verortet. Weitere 15 Stellplätze, die aus Nutzersicht für den Betrieb der SeniorInnenwohnanlage notwendig sind, werden in einer Tiefgarage unter dem Innenhof platziert.
Die differenzierten Gartenbereiche schaffen vielfältige Nutzungsmöglichkeiten. Besonders wurde in der Gestaltung der geschützte Landschaftsteil berücksichtigt. Die Gestaltung garantiert eine geringe Versiegelung.
Die südlich gelegene Erholungszone schafft mit ihrem Wiesencharakter und weiten Naturblicken einen fließenden Übergang in die umliegende Landschaft.
- Année
- 2025
- Project Status
- Construit
- Équipe
- Stephanie Krempelhuber, Bernhard Anglberger, Alexandra Engler, Judith Eckl-Henningsen
- Landschaftsarchitektur
- Idealice Landschaftsarchitektur ZT




